Die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) beschloss am 22. April die Resolution „Auf dem Weg zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe unter allen Umständen“ („Towards the Universal Abolition of the Death Penalty in All Circumstances“). In der vorhergehenden Debatte durfte ich als Vertreterin der Internationalen Kommission gegen die Todesstrafe zu den Abgeordneten sprechen. Dabei habe ich die wichtige Rolle betont, die Parlamente in der weltweiten Bewegung zur Abschaffung der Todesstrafe haben. Weltweit sehen wir die paradoxe Situation, dass die Anzahl der Saaten, die die Todesstrafe abgeschafft haben, noch nie größer war, gleichzeitig aber die Anzahl der Hinrichtungen in den verbleibenden Staaten steigen. Auch den Beschluss der israelischen Knesset zur Todesstrafe für „Terroristen“, das vor allem Palästinenser*innen betreffen wird, habe ich kritisiert.

Den Besuch in Straßburg haben wir auch zu weiteren Gesprächen mit genutzt, etwas mit der Berichterstatterin des Berichts zur Todesstrafe, Gala Veldhoen, und mit Diplomat*innen verschiedener Länder. Asunta Vivó Cavaller, die das Sekretariat der ICDP leitet, und ich wurden dabei begleitet von Antoinette Chahine, die in Libanon zur Todesstrafe verurteilt worden war, dann nach fünf Jahren freigelasen wurde (auf dem Foto in der Mitte).