Jiyan – die vergessenen Opfer des IS

Jiyan – die vergessenen Opfer des IS

In einem Fachgespräch im Bundestag ging es am 19. Dezember um Jesidinnen aus dem Nordirak, die vom IS gefangen gehalten, versklavt und vergewaltigt wurden, und ihre heute zumeist aussichtslose humanitäre und rechtliche Situation. Annalena Baerbock, Volker Kauder und Thomas Oppermann werben über Parteigrenzen hinweg für bundesweites Aufnahmeprogramm und wollen sich dabei auch von Innenminister Seehofer nicht abschrecken lassen.

Die Journalistin Düzen Tekkal präsentierte Ausschnitte ihres Dokumentarfilms „Jiyan – die vergessenen Opfer des IS“ und schilderte ihre Begegnungen mit schwer traumatisierten Mädchen und Frauen, die mit ihren durch Vergewaltigungen gezeugten Kinder heute aus der jesidischen Gemeinschaft ausgeschlossen und vom Staat rechtlich benachteiligt werden, die also entweder das eigene Kind verlassen müssen oder ausgeschlossen und mittellos bleiben, und im Irak keinerlei Perspektive haben. Die Erfahrungen der letzten fünf Jahre mit der Aufnahme von besonders schutzbedürftigen jesidischen Opfern des IS in Baden-Württemberg sollte alle Kritiker*innen überzeugen, wie wichtig solch ein Sonderkontingent auf Bundesebene wäre.

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