In Arusha fand im Oktober die 153. Tagung der Interparlamentarischen Union statt, die globale Organisation von derzeit 184 nationalen Parlamenten. Dies haben wir von der Internationalen Kommission gegen die Todesstrafe (ICDP) genutzt, um darüber zu diskutieren, wie Parlamentarier*innen auf die Abschaffung der Todesstrafe in ihren Ländern hinwirken können. Mit mir auf dem Podium waren meine ICDP-Kollegin Sylvie Kayitesi aus Ruanda sowie die Abgeordneten Millie Odhiambo aus Kenia und Chonlathan Supphaiboonlerd aus Thailand. Claudia Roth, IPU-Delegierte des Deutschen Bundestages, hat die Diskussion moderiert.

Zuletzt hat das libanesische Parlament im August 2026 das Ende der Todesstrafe per Gesetz beschlossen. Damit war der Libanon das 114. Land, das die Todesstrafe für alle Straftaten abschaffte. Dennoch verzeichnete Amnesty International im Jahr 2025 mit mindestens 2.707 Hinrichtungen die höchste Zahl seit 1981. Diese Hinrichtungen wurden in „nur“ 17 Ländern vollstreckt.
Noch mehr Informationen zur Podiumsdiskussion bietet der Bericht der ICDP.
