Im Dezember 2006 wurde die Internationale Konvention zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Dieses 20jährige Jubiläum hat unser Ausschuss zum Anlass genommen, um Menschen zu Wort kommen zu lassen, die seit den frühen 1980er für ein solches Abkommen gekämpft haben, genauso wie diejenigen, die sich seither für dessen Umsetzung und mehr Ratifikationen einsetzen. Dazu gehören Betroffene aus allen Regionen der Welt, Opferverbände, Familienkollektive, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler*innen und nicht zuletzt Diplomat*innen (nicht nur) der Vertragsstaaten. Besonders eindrücklich waren Erfahrungsberichte einer anonym bleibenden Überlebenden eines Verschwindenlassens und von Angehörigen, deren geliebte Menschen Opfer von Verschwindenlassens geworden sind.

Für mich und meine Ausschusskolleg*innen war die Anwesenheit zahlreicher Teilnehmer aus den Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft eine große Ermutigung, unsere Arbeit gegen das Verschwindenlassen fortzusetzen. Wir werden das auch im Rahmen der Initiative „We Are Still Here: Putting Victims at the Centre of the Human Rights Movement“ tun, die als Teil der Global Alliance for Human Rights entwickelt wurde.
Wer sich selbst einen Eindruck von der Veranstaltung machen möchte, kann die Aufzeichnung hier anschauen.
