Asjad Alnoo aus dem Sudan ist Menschenrechtsverteidigerin, Friedensaktivistin und Feministin aus dem Sudan. Sie träumt von einem Sudan, in dem keine Bomben mehr auf Krankenhäuser oder Schulen fallen, in dem keine Familie jeden Tag darum bangen muss, ob sie ihre Kinder ernähren kann, in dem Menschen frei wählen und selbst darüber entscheiden können, von wem sie regiert werden. Sie führte seit 2018 mit anderen die Proteste im Sudan zunächst gegen die wirtschaftliche Not, dann für ein Ende der Herrschaft al-Bashirs und eine demokratische Zukunft an. In einer konservativen Gesellschaft war (und ist) öffentliches politisches Engagement von jungen Frauen keineswegs selbstverständlich. Und Widerstand war lebensgefährlich. Wer auf die Straße ging, riskierte, festgenommen, verletzt oder sogar getötet zu werden.
Sie musste schließlich ihr Land verlassen. Doch auch im Exil in Deutschland unterstützt sie weiterhin Menschen, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzten. Sie organisiert gemeinsam mit Aktivist*innen Friedensdialoge im Sudan und stärkt Netzwerke von Menschenrechtsverteidigerinnen.
Für ihren Mut und ihr Engagement wurde Asjad Alnoo am 4. September 2026 mit dem Anita-Augspurg-Preis als „Rebellin gegen den Krieg“ ausgezeichnet. Der Preis soll deutlich machen, dass Mut inspiriert, konstruktiv und grenzüberschreitend immer nach friedlichen Lösungen für Konflikte zu suchen.